Flughäfen in der Schweiz: Präzision, Innovation und Nachhaltigkeit 2026

Die Schweiz bietet Reisenden eine Infrastruktur, die weltweit für ihre Pünktlichkeit und nahtlose Integration in das Schienennetz bekannt ist. Im Jahr 2026 stehen besonders die Digitalisierung der Sicherheitskontrollen und der Ausbau der Kapazitäten im Fokus.

1. Flughafen Zürich (ZRH) – „Kloten“

Das führende Drehkreuz und Innovationszentrum

Zürich ist der größte Flughafen der Schweiz und die Heimatbasis von SWISS International Air Lines. Ab dem Sommer 2026 wird das Reisen hier noch komfortabler.

Revolution an der Sicherheitskontrolle (Sommer 2026)

  • Wegfall der 100ml-Regel: Dank modernster CT-Scanner wird ab Sommer 2026 die Beschränkung für Flüssigkeiten im Handgepäck aufgehoben. Passagiere dürfen nun bis zu 2 Liter Flüssigkeit mitführen und müssen weder Elektronik noch Flaschen aus dem Gepäck nehmen.
  • Infrastruktur: Das Projekt „The Circle“ ist fest etabliert und bietet direkt am Flughafen erstklassige Kongresszentren, Hotels und Gastronomie.
  • Ausbau: Die Arbeiten am neuen Dock A schreiten voran, um die Kapazitäten für die steigende Zahl internationaler Passagiere zu erhöhen.

Transport & Anbindung

  • Bahn-Integration: ZRH verfügt über einen eigenen Fernbahnhof. Alle 5–10 Minuten fahren Züge direkt zum Hauptbahnhof Zürich (Fahrtzeit: 10–12 Min.).

2. Flughafen Genf (GVA) – „Cointrin“

Das diplomatische Tor zur Welt

Der Flughafen Genf ist der zweitgrößte des Landes und von strategischer Bedeutung für die zahlreichen internationalen Organisationen und NGOs der Stadt.

Strategische Bedeutung 2026

  • Langstrecken-Offensive: 2026 stärkt Genf seine Rolle als interkontinentaler Hub. Ab Februar 2026 erhöht Etihad Airways die Frequenz auf 10 Flüge pro Woche nach Abu Dhabi. Zudem festigen neue Verbindungen nach Shanghai und Peking die Stellung als wichtigster „Diplomaten-Flughafen“ Europas.
  • Nachhaltigkeit: Auf den Dächern des Flughafens wurden riesige Photovoltaik-Anlagen (ca. 55.000 m²) installiert, die einen signifikanten Teil des Energiebedarfs decken.
  • EBACE 2026: Genf bleibt der permanente Ankerpunkt für die weltweit bedeutende Fachmesse der Geschäftsluftfahrt (EBACE), die im Mai 2026 stattfindet.

Besonderheit

  • Französischer Sektor: Eine Besonderheit bleibt der französische Sektor, der es ermöglicht, direkt nach Frankreich einzureisen, ohne Schweizer Zollgebiete zu betreten.

3. EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg (BSL/MLH)

Der weltweit einzigartige binationale Flughafen

Der EuroAirport liegt vollständig auf französischem Territorium, wird jedoch gemeinsam von der Schweiz und Frankreich betrieben. Er bedient das Dreiländereck und ist ein wichtiges Drehkreuz für Low-Cost-Airlines.

Einzigartige Merkmale

  • Drei Länder, ein Flughafen: Reisende können nach der Landung entscheiden, ob sie den Ausgang in Richtung Schweiz oder Frankreich nehmen. Er bedient zudem direkt die Region Südbaden in Deutschland.
  • Effizienz-Hub: 2026 ist der EuroAirport der bevorzugte Flughafen für regionale Verbindungen innerhalb Europas, insbesondere durch die starke Präsenz von easyJet.
  • Modernisierung: Der Flughafen hat seine Passagierbereiche optimiert, um die Abwicklung für die jährlich über 9 Millionen Reisenden stressfrei zu gestalten.
MerkmalZürich (ZRH)Genf (GVA)EuroAirport (BSL)
IATA-CodeZRHGVABSL / MLH / EAP
HauptfokusGlobaler Hub / SWISSDiplomatie / BusinessRegional / Low-Cost
Highlight 2026Ende der 100ml-RegelLangstrecken-AusbauDreiländereck-Komfort
ÖPNV-AnbindungSBB Bahnhof im KellerSBB Bahnhof im TerminalBus-Shuttle nach Basel